• Restaurant China-City im Filmpalast

    by  • 9. März 2006 • Asiate • 19 Comments

    Mit dem China-City im Filmpalast kam heute der letzte (Fr)eßtempel bei den Kinos unter die Lupe. Das Restaurant ist recht groß und bietet – vor allem auch wegen der unangenehm eng gestellten Tische – sehr vielen Personen Platz. Zur Mittagszeit waren die Plätze vielleicht zu 30 Prozent besetzt. Die Einrichtung gibt nicht wirklich viel her, der Blick fällt zwangsläufig durch die große Fensterfront auf die viel befahrene Brauerstraße.

    Bisher hat mich vor allem die Aussicht auf das Mittagsbuffet von einem Besuch abgehalten, da ich wirklich kein Freund von Buffets bin. Um so erfreuter war ich, daß es auch einen Mittagstisch von der Karte gibt. Auf der Mittagskarte finden sich 18 Gerichte zu Preisen von 5,10 € bis 8 €. Zu allen Gerichten gibt es eine Suppe oder eine Frühlingsrolle als Vorspeise und einen Nachtisch. Die gesamte Karte ist recht umfangreich und, wie ich fand, auch ziemlich unübersichtlich.

    Der Service machte zu Beginn noch einen recht guten Eindruck: freundliche Begrüßung und schnell mit den Karten und zur Aufnahme der Bestellung bereit. Doch schon mit dem Aufbauen der für Chinarestaurants typischen Warmhaltestövchen schwand dieser Eindruck. Mehrmals lehnte sich die Bedienung quer über den halben Tisch, statt einen Schritt darum herum zu machen.

    Wir bestellten Rindfleisch mit scharfer Knoblauchsoße (6,20 €), gebratener Eierreis mit Hühnerfleisch (5,10 €), Fischfilet mit süßsaurer Soße (5,80 €) und Hühnerfleisch a la Gong Bao (5,80 €). Dazu Suppe und Frühlingsrolle.

    Die Suppe war stark mit Speisestärke abgebunden und recht zähflüssig, geschmacklich ganz in Ordnung, hätte aber etwas schärfer sein dürfen. Die Frühlingsrolle war zwar groß, aber leider gar nicht knusprig und sehr teiglastig. Dann kamen die Hauptgerichte (und wieder wurde serviert quer über den Tisch). Während der Fisch (mit zu dicker Panade) und der gebratene Eierreis , zwar nichts besonderes, aber genießbar waren, war das Rindfleisch total weich und sehr fade. Es hatte zwar eine gewisse Schärfe, aber sonst keinen Geschmack. Im Hühnerfleisch schmeckte ein Gewürz sehr stark hervor, welches wir dann als Anis (sicherlich Pulver) identifizieren konnten. Allen Essen gemein war wieder die sehr stark angedickte Soße.

    Nach dieser niederschmetternden Erfahrung habe ich dann etwas voreilig die Rechnung verlangt. Zum Mittagsmenü gehört ja noch ein Nachtisch. Leider hat mich die Bedienung nicht darauf aufmerksam gemacht und brachte Nachtisch und Rechnung zeitgleich an den Tisch, so daß wir erstmal zahlen „konnten“. Das Dessert bestand dann aus einer kleinen Schale mit Früchten aus der Dose und einem Gläschen Pflaumenwein. Zu den Dosenfrüchten muß ich wohl nichts schreiben, die sollten ja immer gleich schmecken, der Pflaumenwein war aber eher von minderer Güte und unser erste Gedanke war: Ist der mit Wasser verdünnt?

    China City
    Brauerstraße 40
    76135 Karlsruhe
    Telefon: (07 21) 8 20 08 78

    About

    Seit 2006 neben dem ZKM Filmpalast als Bildschirmarbeiter fleissig und dann immer hungrig in der MIttagspause ausgeschwärmt, um Karlsruhe kulinarisch zu erobern. Mehr über mich auf G+ oder auf united-coders.com.

    19 Responses to Restaurant China-City im Filmpalast

    1. dag
      9. März 2006 at 13:24

      Für mich war es der Tiefpunkt der asiatischen Küche in der Umgebung. Mein Hühnerfleisch Gong Bao war nur schwer geniessbar, das beste daran waren die Cashews. Und als ich den schlechten Geschmack mit dem Pflaumenwein wegspülen wollte – dachte mir noch: da kann man nun wirklich nichts falsch machen – wurde ich von dem wässrigen Saft enttäuscht.
      Morgen unbedingt ins Shogun gehen, und das China-City so schnell wie möglich vergessen…

    2. 9. März 2006 at 13:44

      Ihr seit wahre Helden, wenn es wirklich so schlecht war und alles fürs Blog durchlebt 😉

    3. Alexandra
      10. März 2006 at 09:03

      Leider ist es wirklich soo schlecht! Ich bin mit einer Empfindlichkeit auf Geschmackverstärker gestraft und hab den Besuch dieser Kaschemme grad noch überlebt.

      • 10. März 2006 at 09:27

        Mein Beileid, ich hatte ja Glück, bei diesem Test nicht mitmachen zu müssen. Dann kann ja unsere Seite helfen, Geschmacksnerven vor der Verstümmelung zu retten!

    4. 15. März 2006 at 13:17

      Ohne Schmarrn – der Laden ist gefährlich. Selbst eine dünne Suppe schmeckt nach ranzigen alten Fett.

    5. Capri
      20. März 2006 at 08:35

      Na, da bin ich ja froh, dass ich es bisher nur auf Sushi gebracht habe. Die letzten vier Jahre. Das war nämlich immer essbar.

      Und das Buffett am Abend für € 12,80 ist ein Hammer, weil man sich sein Essen erst aussuchen und dann vor den eigenen Augen braten lassen kann.

      Es ist also nicht nur schlecht. 😉

    6. Capri
      14. August 2007 at 14:35

      Ich kann ehrlich gesagt keine der negativen Aussagen verstehen. Und ich „ertrage“ dieses Restaurant bereits seit seiner Eröffnung. Wie auch immer die Geschmacksknospen einiger Menschen geartet sein mögen, meine haben es bisher immer überlebt und keinerlei Schaden genommen. Auch die meiner Freunde nicht. Sicher, der Pflaumenwein könnte besser sein, Geschmacksverstärker werden auch sicherlich genutzt (wo bitteschön nicht?!?), aber alles in allem ist es ein Restaurant in das man auch gehen kann, wenn man keine Kinokarten hat oder mittags essen möchte.

      Das dort gefertigte Sushi ist, meiner bescheidenen und doch recht erfahrenen Meinung nach, das *beste* in KA. Schade finde ich, dass die „Running Sushi Bar“ nun abgebaut wurde und derzeit nur noch Bestellungen aus der Menükarte möglich sind.
      Herrlich finde ich aber, dass man mir gesagt hat, dass zum genialen Mongolischen Buffet noch ein Sushi-All-U-Can-Eat kommt. Und auf _das_ freue ich mich umso mehr.

      Mein Fazit, auch was die Bedienung angeht ist, dass ich es empfehlen kann und auch weiterhin mit Freude dort hingehen und mit Genuss essen werde.

      In diesem Sinne, vielleicht bis dann 🙂

      Capri

      • dag
        16. August 2007 at 17:35

        > Geschmacksverstärker werden auch sicherlich genutzt (wo bitteschön nicht?!?)

        Na zum Beispiel im Bangkok: http://mittagstisch-ka.de/index.php?/archives/56-Restaurant-Bangkok.html

        Gruß
        Daniel

        • Capri
          16. August 2007 at 18:06

          Danke für die Information… Aber weißt du das genau oder muss ich mich mit einem Kommentar wie „Die Soßen werden offensichtlich nicht künstlich angedickt und schmecken *nicht* danach, als ob *übermässig* *viel* *Geschmacksverstärker* zum einsatz kommen würde.“ zufrieden geben…? 🙂

          Ich denke, Geschmacksverstärker gibt es trotzdem überall. Sicherlich variiert die Menge im Gericht. Aber es wird überall genutzt. Ausser bei Muttern nicht.. 😉

          Gruß Capri

          • dag
            16. August 2007 at 18:45

            Also ich vertrau da meinen Geschmacksnerven, und die sagen mir, dass das Essen im Bangkok um Welten besser ist, als das im China City. Sowohl im Geschmack. als auch von der Frische und Zubereitung her.

            Geschmacksverstärker ist natürlich ein weites Feld. Aber der typische Glutamatgeschmack ist beim China-City deutlich zu schmecken, beim Bangkok schmecke ich überhaupt kein Glutamat heraus und es schmeckt mir, „wie bei Muttern“. Also wenn meine Mutter eine Thailänderin wäre 😉

            Probiers doch einfach mal aus! Und apropos bestes Sushi in Karlsruhe. Schonmal im Shogun gewesen?

            Aber ich werd mich hiermit von der Diskussion verabschieden, über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten 😉

    7. Sven B.
      13. Juni 2008 at 13:04

      Also ich würde auch sagen, dass das China City in Sachen Glutamat-Menge den absoluten Highscore geschafft hat. Ich war dort auch schon ein paar Mal essen und ich hatte jedesmal hinterher so ein merkwürdiges nervöses Kribbeln in den Fingern, was mir bisher nicht mal bei den schlechtesten Takeaways passiert ist. Davon abgesehen ist das Essen meiner Meinung nach auch ansonsten nicht besonders toll. Im Notfall kann man mal hingehen, aber auch nur, wenn man nicht empfindlich auf Glutamat reagiert.
      Besser mal den Shanghai-Imbiss am Mühlburger Tor ausprobieren. Der ist zwar auch nicht Weltklasse. Aber immer noch besser als das China City.

    8. Ryukia
      23. Juni 2008 at 20:39

      Tageskarte/Mittagstisch ist nichts besonderes. Durchschnitt IMHO

      Das alternative Mittagsbuffet ist aber durchaus lecker, frisch und empfehlenswert.

      Empfehlung ausserhalb Mittagstisch: Mongolisches Buffet abends einmal in der Woche! (Donnerstags?)

    9. Demetia
      29. März 2009 at 14:04

      Ich kann euch nicht verstehen. Ich war dort schon essen und ich finde das es einer der besten Asiaten Restaurants in Karlsruhe ist.

      • Sven B.
        30. März 2009 at 12:30

        Aha, interessant. Dann müssen sie entweder schlagartig besser geworden sein oder Du hast bisher nur bei den schlechtesten Asiaten der Stadt gegessen. Mit welchen Restaurants hast Du diesen Vergleich denn durchgeführt?

    10. Alexandra
      1. April 2009 at 10:09

      Hier die echte Alternative und der erste Laden was Chinaessen mit spitzen PreisLeistungsverhältnis angeht:
      Yangtse Inh. Wain Chin Mok Chinarestaurant
      Hagsfelder Weg 15
      76344 Eggenstein Gemeinde Eggenstein Leopoldshafen
      Tel: 0721 – 7817821
      Da können alle anderen Chinarestaurants abstinken. Wohl gemerkt Chinarestaurants. Für Thai ist das Bangkok noch immer das Highlight in Karlsruhe.

      • Nico
        1. April 2009 at 21:25

        Das mongolische Grillen im Yangtse ist wirklich super, von der Auswahl der Zutaten und Soßen besser als im China City.
        Ansonsten bietet das Büfett aber keine wirklichen Offenbarungen.
        Ich war jetzt 2 mal abends dort, die meisten Gerichte schmecken eher fad, besonders hat mich die Peklingsuppe enttäuscht.
        Aber das mongolische Grillen ist wirklich gut und Grund genug, für mich nochmal dort hin zu gehen.

    11. Sandra
      22. August 2009 at 12:16

      Vor zwei Wochen hab ich im China-City Sushi zum Mitnehmen bestellt. Ich war sowieso in der Nähe und wollte dem Laden noch eine 2. Chance geben. Fazit: Hätte ich das bloß gelassen! Das „Sushi“ sah schon total widerlich aus. Der Thunfisch war grau-rosa. Das Ganze „Arrangement“ verströmte auch keinen frischen Sushi-Duft sondern roch irgendwie naja. Ich schätze mal, dass die Sachen aufgetaut wurden (das würde auch die komische Farbe des Fisches erklären). Wohlgemerkt: Das Zeug war genießbar, aber einfach unappetitlich hergestellt und von geringer Qualität.

      Sowas würde ein Japaner nie auf ein Reisbällchen legen! Wer behauptet, DAS wäre das beste Sushi in KA, hat noch nie beim Japaner gegessen und somit auch noch kein gscheites Sushi genossen.

      Abgesehen davon waren die Service-Kräfte beim Bestellen und Abholen dermaßen unfreundlich und angenervt, dass ich mir sicher bin, dass der Laden ohne diesen hervorragenden Standort nicht laufen würde.

    12. 23. März 2010 at 08:23

      Büfettangebot auch mit GrünzeugSeit langem ist das Restaurant China-City im Filmpalast mit dem kürzesten Fußweg direkt vor dem Bürogebäude für uns ein rotes Tuch. Diverse Besuche von Kollegen und uns selber hatten sich so negativ eingeprägt, das das China

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