• Großer Kurfürst

    by  • 8. Oktober 2007 • Deutsches • 4 Comments

    Eigentlich waren wir bisher der Meinung, wir hätten in unmittelbarer Nähe schon alles abgegrast, dabei haben wir bisher jedoch immer den Großen Kurfürst übersehen, der eigentlich für den Mittagstisch viele gute Angebote auf der Karte hat.
    Das Lokal empfängt den hungrigen Gast mit einer typisch deutschen Einrichtung, das Innere wirkt dadurch nicht gerade Einladend, doch dadurch sollte man sich nicht schrecken lassen. Einige alte Werbeschilder an den Wänden, sonst Markenzeichen solcher Institutionen wie der Kippe, dem Café Blue und dem Café Emaille, lockern das ganze etwas auf.

    Das Personal ist freundlich und auf zack, wir werden gleich in die Familie aufgenommen und gefragt: “Wollt ihr Buffet oder von der Karte…?”, womit wir schon beim Mittagsangebot wären. Buffet für 6,80 € pro Nase, an diesem Freitag war das natürlich ein Fisch-Buffet, wie es sich für ein gut bürgerliches Gasthaus gehört. Wählt man nicht das Buffet, sondern etwas aus dem umfangreichen Schnitzel-/Steak-Baukasten, kann man seine Bestellung für 1,50 € noch durch einen Salat aufwerten, den man sich jedoch am Buffet selber zusammenstellen kann.

    Da wir beide nicht vom Fisch-Buffet bestellt haben, können wir uns nur über das Salatbuffet äußern, das eine ordentliche Auswahl leckere Salate bietet. Mit großem Hunger angetreten, wollten wir auf jeden Fall etwas aus dem Schnitzel-Baukasten bestellen. Hier kann der Gast das Fleisch (Rindersteak oder Schnitzel), die Soße (Jäger, Zigeuner, Braten, etc.) und die Beilage (hausgemachte Spätzle, Pommes, Kroketten, etc.) frei Schnauze zusammenstellen, die Preise bewegen sich ungefähr zwischen 4,50 € und 8 €. Das ist aber noch nicht genug der Variations-Möglichkeiten, bei jeder Schnitzel-Bestellung können ganz hungrige statt einem Schnitzel gleich ein zweites dazu bestellen, Aufpreis dafür 2 €. Natürlich gibt es dann zu jedem Gericht – wie schon erwähnt – noch die Salat-Option für zusätzliche 1,50 €.
    Damit sind die Auswahlmöglichkeiten aber immer noch nicht erschöpft, eine normale Karte bietet auch noch Alternativen, wem Schnitzel oder Fisch nicht zusagen.

    Bis man das ganze Angebot überschaut und sich aus dem Baukasten sein Mittagessen zusammengestellt hat, kann es dann auch schon mal etwas dauern. Wir entschieden uns jeweils für eine einfache Schnitzel-Portion, einmal schlicht mit Pommes ohne Soße, einmal Zigeuner-Art mit Spätzle, dazu gibt’s das Radler für 2,80 € (0,4l).

    Christian hat noch kurz mit dem Gedanken gespielt, den Schnitzel-Anteil zu verdoppeln, was er aber zum Glück dann doch nicht gemacht hat, die Portionen erwiesen sich auch so schon als mehr als ausreichend. So ganz ohne Soße sah das für ich etwas trocken und langweilig aus, aber Christian wollte es ja so. Die Nachfrage der Bedienung, ob denn nicht noch eine Soße dazu kommen soll, wurde von ihm – einem Schwaben! – ausdrücklich verneint (wie unschwäbisch….). Mein Schnitzel mit Zigeuner-Soße war lecker, die Spätzle sahen auch tatsächlich nach hausgemacht aus, waren jedoch für meinen Geschmack zu weich gekocht. Die hätten locker 1-2 Minuten früher aus dem Wasser können.

    Geschmeckt hat es auf jeden Fall, satt wurden wir beide alle mal, mir war die Portion zu groß. Erwartet hatten wir das nicht, wir wurden positiv überrascht und waren auf jeden Fall nicht das letzte mal im großen Kurfürst. Ein ganz klare Empfehlung für Menschen mit großem Hunger und Lust auf gut Bürgerliches.

    Gasthof Großer Kurfürst
    Sophienstr. 80
    76135 Karlsruhe
    Tel: 0721/8301881

    About

    Mathias ist mit-Initiator und fleißigster Artikelschreiber gewesen. Er hat in den ersten 4 Jahren über 150 Artikel geschrieben und war mit dem Rad in den entlegensten Sportvereinsgaststätten.

    http://cybermat.de/

    4 Responses to Großer Kurfürst

    1. 8. Oktober 2007 at 14:29

      Gut das ich keine Zeit hatte – Fleischberge und „fette“ Beilagen sind ja nicht so meins 😉

    2. 18. November 2010 at 13:38

      Kurz nachdem unser neues Bürogebäude bezogen wurde, hatte das (ein bisschen versteckte) Bistro an der Europahalle wegen zu wenig Kundschaft geschlossen. Schade für die fußfaulen Kollegen, welche bis dahin ein großes Buffetangebot nutzen konnten. Jetzt hab

    3. 25. Dezember 2010 at 20:37

      Kleiner Hinweis / Tipp:
      Wenn sie Spätzle so aussehen, sind sie nicht hausgemacht. Die gibt es so zu bestellen Marke „wie hausgemacht“.
      Traurig, wenn Restaurants sie dann als hausgemacht verkaufen, das ist einfach nur Betrug. Über den man sich m.E. beschweren sollte.

    4. 2. Februar 2011 at 06:29

      Immer wieder ein Besuch wert – vom Preis- Leistungsverhältnis nicht zu toppen

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