• Schnitzeltag im Metro Restaurant verpasst

    by  • 17. Februar 2007 • Kantine • 2 Comments

    Diese Woche haben wir als Testkanidat mal keinen bekannten Gourmet-Tempel angesteuert, sondern konsumgetrieben die „Kantine“ des METRO Großhandelkaufhauses ausgewählt. Schon die Anreise per Auto sollte vorher bekannt sein, sonst kurvt man in der Gegend ein wenig planlos herum, wie ich vor zwei Wochen erfahren musste. Und der Wochentag ist auch wichtig, doch dazu später.

    Das Wetter war furchtbar naß kalt und so flüchteten wir mit gezückter METRO-Karte (nur Gewerbetreibende und deren Helfershelfer bekommen Eintritt) in den Megastore an der Südtangente. Wie auch in Stuttgart versteckt sich das Restaurant in der zweiten Etage, zwischen Klamotten- und Bürobedarf, aber immerhin hat man einen schönen Blick auf den Parkplatz bzw. die viel befahrene B10.

    Es gibt zwei offene Küchen (Fleisch & Gericht des Tages) und ein Salatbufett. Wie in der Überschrift angedeutet, waren wir nicht am Schnitzel-Dienstag da, also kosteten die obligatorischen „Panierte Schnitzel“-Variationen deutlich über den dienstags angebotenen 3 Euro. Wir haben uns nach kurzem Zögern für Matjes-Salat, eine Bulette mit Kartoffelsalat und Penne mit Putenstreifen und Gemüse entschieden.

    Alles war entweder frisch fertig zubereitet oder es wird sofort zubereitet, was ich für die Penne wirklich Appetit fördernd empfand. Zuerst kamen die Putentreifen in die Pfanne mit Olivenöl, dann das Gemüse, zum Schluss die Penne und die vorbereitete Tomatensoße. Nach knapp fünf Minuten Warten und Zuschauen hatte ich einen wirklich frischen Teller mit Penne, angebratenen Gemüse (Pilze, Paprika, Auberine usw.) und ein paar Putenstreifen. Nachfolgende Esser konnten aber der Zubereitung nicht folgen und bekamen halt nur etwas aus der warmgehaltenen Pennepfanne.

    Doch damit nicht den Eindruck einer Vorzeigeküche entsteht: Die Pennepfanne war für meinen Geschmack nur sehr zurückhaltend gewürzt und trotz der frischen Zubereitung nichts besonderes. Für 6 € gab es dann noch ein kleinen Dessert, der aber den Gesamteindruck nicht verbesserte. Auch die riesige Frikadelle, die mit 3.80 € recht günstig war, wurde zur Hälfte liegen gelassen, da sie für uns irgendwie nach Papier schmeckte (das Hackfleisch konnte man nicht rausschmecken). Der Matjessalat war für 5 € unserer Meinung nach einfach viel zu wenig bzw. komplett lieblos zusammengewürfelt und die nicht vorhandene Finesse war eindeutig auf Kantinenniveau (kein Vergleich zum gleich teuren Matjes-Gedicht im Mediterane).

    Wir sind also auf den Namen „Restaurant“ herein gefallen und haben uns tatsächlich wieder in der eigentlich vermiedenen Kantine wiedergefunden. Dadurch fielen wir nach dem schnellem Verzehr in einen Konsumrausch, der unter anderem in je einer großen Dose Gummitiere bzw. Salmiakbonbons endete – was ja das Schöne an der Metro ist.

    Fazit: Der 3 Euro Schnitzeldienstag oder „ab 15 Uhr zwei Mittagessen zum Preis für eins“ sind preislich interessante Angebote, ansonsten nur eine Kantine auf optisch gehobenen Niveau mit dazu passenden Preisen.

    METRO Karlsruhe
    Bannwaldallee 42
    76185 Karlsruhe

    About

    Seit 2006 neben dem ZKM Filmpalast als Bildschirmarbeiter fleissig und dann immer hungrig in der MIttagspause ausgeschwärmt, um Karlsruhe kulinarisch zu erobern. Mehr über mich auf G+ oder auf united-coders.com.

    2 Responses to Schnitzeltag im Metro Restaurant verpasst

    1. 16. Juli 2010 at 06:59

      Schon vor langer Zeit haben wir durch einen Tipp den netten und gemütlichen Biergarten Höpfner Treff im Industriegebiet an der Bannwaldallee gefunden. Typische Kneipenkost und trotz Nähe der Südtangente eine angenehme Athmosphäre. Höpfner Treff Bierga

    2. 21. September 2011 at 11:34

      Wer im Industriegebiet zwischen Südtangente (B10) und Eisenbahngleisen an der Bannwaldallee mittags unterwegs ist, ist kulinarisch etwas eingeschränkt. Man kann zum Hoepfner Treff oder zum Kesselhaus gehen oder südlicher in der Metro oder Lunchbox lb2 sat

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