• Currywurst hinter dem ZKM

    by  • 26. Juli 2006 • Deutsches • 2 Comments

    Die Currywurst ist wohl das älteste Gericht der Imbissbuden und die Erfindung wird einer Berliner Unternehmerin zugesprochen. Auch ich bin der deutschen Fastfoodküche nicht abgeneigt und war deswegen erfreut, im Büro- und Versicherungsviertel zwischen ZKM, Europahalle und Kriegsstrasse eine „Currybude“ zu entdecken.

    Die Lokalität ist wie immer eine nicht-ständige bauliche Einrichtung mit geduldetem Dauernutzungsrecht und 5%Ausbautoleranz pro Jahr, was aktuell ein längeres Haus mit dünnen Wänden ist, in welchem neben dem Essen auch Zeitungen und Zigaretten verkauft werden. Die obligatorische ältere Dame in Küchenschürze war sofort da, als wir noch das Angebot studierten.

    Grün unter Sonnenschirmen

    Neben vielen Getränken gibt es u.a. Bratwurst und Wurstsalat, wir orderten Currywurst mit Brötchen (2.70) und Bockwurst mit hausgemachten Kartoffelsalat (3.50). Neben dem Häuschen sind unter kleinen Bäumen Imbisstische auf der grünen Wiese aufgebaut und so konnten wir uns die kurze Wartezeit gemütlich machen. Der Ausruf „Currywurst und Bockwurst bitte abholen“ aus dem kleinen Lautsprecher lies uns aus den Sitzen aufschrecken. Schlimmer finde ich nur noch die „39 – Pommes mit Sosse ist fertig“ …

    Jeder zweite Deutsche meint wohl ganz genau zu wissen, wie eine Currywurst zu schmecken hat und so kann man sich immer ganz detailiert über diese einfache Speise auslassen. Das will ich diesmal abkürzen und sagen: „Die Sosse war gut gewürzt und die Currywurst ok, aber irgendwie nichts besonderes. Und als Mittagsessen doch nur eine halbe Portion“. Meine Bockwurst war auch ok, doch mein Augenmerk lag auf dem „hausgemachten Kartoffelsalat“. Dieser war ein Einfacher mit Essig und Öl, doch der Salat war trotz geografisch „schwäbischer Nähe“ nicht sauer (mein Glück, des Schwabens Enttäuschung) und die Kartoffeln scheinbar tatsächlich hausgemacht. Und das gab es typisch deutsch auf hygenisch-sauberen Tellern, welches das Flair des deutschen Imbissstandes unterstreicht.

    Fazit: Auch wenn die Menge nicht an einen grossen Döner zum gleichem Preis heranreicht, ist es ein ruhiges Eckchen mit Imbussbudenflair – doch eigentlich nur für Besucher, welches es schätzen können. Alternativ gibt es in 3 Minuten Gehweg die grosse Kantine „Cafe Lichthof„im ZKM und ev. auch noch das Bisto Impuls in der Europahalle.

    PS: Weiss jemand, wie die Besitzerin bzw. die Imbussbude heisst – ich hab vergessen zu fragen.

    Imbissbude und Kiosk
    Siegfried-Kühn-Strasse
    76135 Karlsruhe

    About

    Seit 2006 neben dem ZKM Filmpalast als Bildschirmarbeiter fleissig und dann immer hungrig in der MIttagspause ausgeschwärmt, um Karlsruhe kulinarisch zu erobern. Mehr über mich auf G+ oder auf united-coders.com.

    2 Responses to Currywurst hinter dem ZKM

    1. 29. April 2010 at 17:43

      Seitenwurst mit KartoffelsalatPizzafleischkäseCurrywurst mit KartoffelsalatMitten zwischen vielen hohen Häusern der St. Vincentius-Kliniken gibt nur eine kleine offene kulinarische Möglichkeit: Der kleine stationäre Imbiss an der Edgar von Gierke Straße.

    2. Thomas
      5. Januar 2017 at 17:27

      Ein Kiosk weniger an dem es Currywurst gibt. Leider wieder ein Dönerladen mehr. Schade.

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